der auftrag

August 27, 2007

Wow! Das ist das erste Mal, dass ich unter normalen Umständen auf mein Blog zugreifen kann, nachdem das im Hostel nur in den frühen Morgenstunden möglich war. Komische Art der Kontrolle…(vermeide ich nicht ganz toll die falschen Wörter?)
Bin heute Morgen zwecks Teilnahme an der DAAD-Einführung umgezogen. Auf der Taxifahrt – ich glaube, wir wurden regelmäßig von Radfahrern (und Fußgängern) überholt – habe ich den Smog zum ersten Mal auch wirklich im Hals gespürt, nachdem ihn vorher nur sehen bzw. eben nicht viel sehen konnte.
Gelohnt hat sich der Umzug allemal, gibt es doch hier jede Menge Informationen inklusive einer Ansage durch den offiziellen chinesischen Besuch:

„Please don’t mind, if chinese teachers will disturb your sleep! This is not to invade your privacy, but to help you to fulfil your mission!“

Gut zu wissen, um was es hier geht. Mein Magen und die Uhr sind allerdings lauter. Und die sagen: Es gibt bald Essen (das erste heute und es ist bald sieben Uhr…).


immer noch … beijing morgens etc.

August 26, 2007

Ja. Hey. Ich bin immer noch da. Und es ist 7.30 Uhr – genau. Sphaerenmusik aus dem Fernsehapparat und Simons Kommentare halten mich beilaunen, wach gemeinhin. Wir dringen weiter in Ulis Psyche vor („auf polnisch“). Ende. Viele Chinesen liegen hinter uns; zwei wollten Uli und Simon mit einer Flasche bewerfen (immerhin 0,6l), einer hat Uli zumindest Angst gemacht, einer hat uns zugeprostet, viele haben Dienstleistungen fuer uns, keine (!) Dienstleistungen an uns vorgenommen.

Anstand.

Dafuer habe wir gemeinschaftlich (immerhin recht mehrheitlich) unser WC verstopft. „Was? Ich darf da kein Papier reinwerfen? Das is aber voll eklig.“ UO\.

Die Notebooks liegen weiterhin unterm und die Maedels im Bett; Zeit, dem nachzugehen/steigen – aber nur ins eigene!

Anstand. Die II. Schluss. Bis bald.


morgen in peking

August 26, 2007

Anscheinend muss man heftig und wirklich und sehr betrunken sein, mindstens einen Mexinaer beleidigt und 3 Lagen boazi gegessen haben, um hier ein wordpress blog befuellen zu duerfen.

Und hey, Katrin hat uns nicht einmal geholfen mit dem Mexikano – obwohl er sie den halben morgen angegraben hat… ist jetzt 7.00 Uhr in Peking und Simon hat laengst eine weitere Lade baozi (= Teigtaschenfruehstueck) gebracht, waehrend sich die Frau am Thresen mit Ulis Chinesisch beschaeftigt… ta shuo zhongwen shuo de hen qiguai.

Dass all die vielen Chinesen zur Arbeit gehen wir „baozi, baozi“ rufend dazwischen mit Schirm, obwohl kein Regen, keine Sonne, das ist schon eine Premiere. Peking an sich fuehlt sich bekannt und gut an. Und wenn der Regen, wie heute Nacht, den Smog vom Himmel waescht, und einem die schwarze Suppe bis in die Kniekehlen spritzt, dann riecht man auch danach. Gut. \

Erst wieder nach der Dusche.


unterwegs

August 26, 2007

Als letzter am Gate als erster im Reich der Traeume. Qatar Airways ueberrascht mit grosser Beinfreiheit und sehr gutem Service. Der Convenience-Sound aus den Kopfhoerern uebertoent muehelos die arabische Mutter (ganz in schwarz, Zahnspange, acht <5 Kinder), die drei Reihen vor mir locker zwei der geduldigen Stewardessen mit verbalem Dauerfeuer belegt.

Unbestimmte Zeit spaeter: Beim Aufwachen laeuft zum dritten Mal „Hotel California“ von den Eagles (was sonst), der Bildschirm informiert mich, auf welcher Seite des Flugzeugs und wie weit entfernt Den Rest des Beitrags lesen »


abflug

August 23, 2007

So langsam sollte ich die Stunden zählen – zum Glück habe ich Besseres zu tun. Die Zeit für einen letzten verwirrten Eintrag ist eindeutig gekommen. Und dass ich schon wieder in recht fertigem Zustand am Rechner hocke, bitte ich zu entschuldigen. Ich habe einfach einen dicken Zeh und Weißburgunder (getrunken, den letzteren).
An meinem Alkoholproblem liegt das nicht in erster Linie, sondern vielmehr daran, dass sich eine Weissagung (schönen Dank Martin) zu bewahrheiten scheint: Den Rest des Beitrags lesen »


gestern beim einschlafen

August 12, 2007

Von seinem Standort aus hatte er einen wunderbaren Blick über die dunkle Ebene, die sich bis zu den aufsteigenden Berghängen in der Ferne erstreckte. Alles war friedlich. Nur ein riesiger, gelber Felsquader ungefähr auf halber Strecke zog seine Aufmerksamkeit in Bann. Da er nun aber seinen Feldstecher vergessen hatte, trat er an den Rand des Hochplateaus und strengte seine Augen an. Tatsächlich: Der Berg begann zu schrumpfen, als würde er schmelzen.
Ganz verantwortlicher Erdenbürger krampfte sich sein Herz zusammen. Klimawandel. (Hatte er sein Flugticket hierher eigentlich um ein Atmosfair-Ticket ergänzt?). Seine Augen begannen instinktiv nach Al Gore zu suchen. Seine Ohren lauschten angespannt: War da nicht irgendwo in der Ferne eine Hebebühne aktiviert worden? Nichts.
Es wurde spürbar wärmer. Unserem Freund stockte der Atem. Den Rest des Beitrags lesen »


sequenz 5.42

August 10, 2007

Ja. Guten Morgen. Zurück in Südbaden. Zeit für ein Lebenszeichen. Zeit für eine dieser generellen Ansagen. Der Bedarf besteht. Fühlt sich Müllheim (ja zwei lll) so an?
Irgendwie schon. Aus irgendeinem Grund blute ich außerdem am linken Daumen. Wieso? …? Aber zumindest weiß ich, warum er Nagel am rechten Ringfinger abgerissen ist: Hab’ dem Nik halt ein Centstück ins Ohr gesteckt.
Moment. Jetzt reißt die Verbindung immer wieder ab.

Es muss jemanden geben, der mich davon abhalten will, meine derzeitige Kondition im Netz zu dokumentieren.

Sorry. War kurz Wasser holen +++
Eigentlich eine gute Gelegenheit zu erzählen, da ein runder Tag in der Heimat.
9.30 Uhr: Mit Omas Kuchen und Muttergespräch den Tag begonnen. Frankfurter Rundschau, geräumt im Keller (Kinderbücher gelesen, Staub gesaugt). Besorgungen (auch Metzger), an Schwesterchens Leben teilgenommen. Später von Schwesterchen gelernt, dass der Singular von Taliban Talib lautet (!).
Laufschuhe geschnürt, Knie beschworen, auf dem Militärübungsplatz die Hügel hoch und runter gerannt (kein Regen, Soldat ausgewichen), Nahrungszubereitung, gutgelaunter Vater durch Mutter von der Arbeit abgeholt. Gutes Mal inkl. erstem Bier. Beinahe – wie immer – in animierenden Gesprächen hängen geblieben.
Doch rauf auf’s Rad (des Vaters gutes Siebengang- Narbenschaltungsvehikel) entlang der unnatürlich hohen Maisfelder, durch die genfreie Region halt, nach Müllheim in mediterrane Kneipe.
Zeitgenossen vom Besten, Runde vom Besten auf dem halbgeschlossenen Balkon über dem schwangeren Den Rest des Beitrags lesen »