dann doch lieber: reisen ohne ticket

Oktober 18, 2007

Es gibt Länder, die kennt man nur, wenn man für die UBS Schwarzgeld verschiebt. Kleine Fürstentümer, oft kleiner als die dicke Linie, die die Grenzen der umliegenden Flächenstaaten markiert. Da ich bisher in keinem solchen Flecken gewesen war, ging mir die Expertise dafür eigentlich ab, aber ich habe dennoch regelmäßig die Meinung vertreten, dass an solchen Orten meist nicht wirklich viel passiert.
Seit meiner Ankunft heute, sehe ich mich bestätigt. Eine japanische Botschaft gibt es hier allerdings trotzdem, was mit Klüngeln, geostrategischen Interessen oder schlampiger Arbeit im Außenministerium zusammenhängen mag. Aber was macht man als Botschafter in einem solchen Land? Den Rest des Beitrags lesen »


mobilitätshürden

Oktober 17, 2007

Nach dem Jammer-Eintrag vom Wochenende habe ich irgendwann doch gemerkt, dass es ja eigentlich an mir liegt, ob was passiert. Habe also Emails geschrieben, die ich schon länger hätte schreiben sollen, habe mir den Hund zum Joggingpartner gemacht (dann wird wenigstens etwas von seiner sexuellen Energie kanalisiert), mir eine zweite Sprachpartnerin besorgt (dann wird wenigstens etwas von meiner… denkt Ihr natürlich jetzt – fälschlicherweise) und mich mit einer positiven Grundhaltung in den Unterricht, ja sogar bereits Nachmittags an meine Hausaufgaben gesetzt.
Zwischendurch mit Chinesen über den Dreischluchtenstaudamm geredet; O-Ton: „Der Staudamm, hmm… ob das eine gute Idee war… aber die Umsiedlung war cool!! Denn Den Rest des Beitrags lesen »


die sache mit dem gleichgewicht

Oktober 14, 2007

Jedes partielle Gleichgewicht ist temporär. Geschenkt, dass wir alle irgendwann in den Stoffkreislauf der Natur rücküberführt werden – passend zu meinem Horizont, stelle ich hier auf die kleinen Gleichgewichte ab, in diesem Fall auf mein geregeltes Schülerdasein mit kurzen Ausflügen in die Sphäre einer aktiven Lebensgestaltung.
In der einfachen Warteschlangentheorie gibt es nur zwei Richtungen, in die ein Zustand verlassen werden kann: Nach vorne und nach hinten. Irgendwo endet außerdem der Gültigkeitsbereich des Modells, und dann geht es, auch wenn man nach vorne will, nur noch zurück…
Gestern bin ich zurückgegangen Den Rest des Beitrags lesen »


home sweet home?

Oktober 7, 2007

Es ist fast 18.00 Uhr als ich aus dem Aufzug trete. Zum ersten Mal in China nach Hause kommen – das ist schon ein neues Gefühl. Zum ersten Mal in China nach Hause kommen – das heißt in meinem Fall:

Ich trete aus dem Fahrstuhl, spüre, dass ich heute um 6.13 Uhr aufgestanden und seit 6.45 Uhr unterwegs bin, dass ich meinen Tag in Stadt- und Überlandbussen verbracht habe und dass ich bald mal wieder meine Haare schneiden lassen sollte…

Der große Tisch im Wohnzimmer – Zentrum des Alltags – ist Den Rest des Beitrags lesen »


kurz mal weg

Oktober 6, 2007

Ich sitze im Bus Richtung Uni – 501 bedeutet Alltag. [...] Sebastian ruft an, hat Fieber, kann nichts bei sich behalten. Ich versuche es schnell bei Simone und Rebecca. Niemand zu erreichen. Soll ich umkehren? Kurz überlegt: Wenn der Pass da ist, dann gehe ich auf jeden Fall! Herr Liu ist in seinem Büro und mein Pass? Der Pass ist da. Alles klar. Gar nichts klar? Dann von vorne. Den Rest des Beitrags lesen »