November 24, 2007
Es ist Samstag 23.07 Uhr. Ich habe gerade gewaschen und meine Aristokratenhände sind vom Auswringen der Wäsche gezeichnet (wenn man eine Waschmaschine für 99,99 Euro benutzt, kann es schonmal zu Unannehmlichkeiten dieser Art kommen). Während Philipp und Ralph sich mit ihren Landsmannschaften (bei Philipp geht es allerdings um die Koreanerin, die auch noch dabei ist) herumtreiben, mache ich einen auf Chinesen und hänge alleine am Rechner.
Samstagabende verbringt man schnell mal zu Hause, in Qingdao. Denn, wenn man nicht gerade in Massagesalons geschleift wird, ist es durchaus physiologisch, den Samstag zum Aufräumen zu nutzen. Samstag wird nachgeschlafen, was am Freitag an Schlaf drangegeben wurde, Samstag wird leider auch oft der Ernüchterung ob der Möglichkeiten des Freitagabends Rechnung getragen. Samstag wird – mit Glück – ein bisschen darüber reflektiert, wie man die Woche vertan hat, Samstag hat man zu wenig Energie, um zu überspielen, dass das das Leben ist. Mein Leben.
Geschlafen habe ich bis 16.00 Uhr, die Tatsache, dass das mein Leben ist, überspiele ich gerade mit einem Krug mit kühlem Bier, der Clifford Gilberto Rhythm Combination und einem redundanten Blog-Eintrag; aber was ist mit der Woche und dem Freitag Abend?
Nun, diese Woche hat definitiv nicht dem Zeichenerwerb gehört, nicht den Hausaufgaben, nicht der Disziplin; diese Woche hat vielmehr dem Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von phil
November 18, 2007
Wie verbringen Chinesen ihren Samstagabend? Das frage ich mich zwar schon hin und wieder, die Antwort liegt aber nahe: Ein großer Teil wird ihn mit Arbeiten verbringen (wie jeden Tag und jeden Abend), viele werden ihn zu Hause mit Essen und Erholung (von den harten restlichen Abenden) begehen und die oberen fünf Prozent nutzen ihn zum Geld ausgeben, Fräuleins inklusive.
Gehen Chinesen auch ins Kino? Müsste man annehmen, ist aber gleichzeitig zu bezweifeln, da eine Karte soviel kostet wie vier – topaktuelle und ungeschnittene – DVDs. Keine gute Ausgangslage für einen Kinobetrieb. Wäre es im Kino nicht dunkel, wahrscheinlich wären die Ränge leer (vgl. das Thema – was tun 22jährige ChinesInnen, wenn…).
An diesem Samstagabend sind die Ränge leer, Spätvorstellung. Ob die Ränge leer sind, kümmert mich als Kunden aber eigentlich nicht; dafür habe ich ein anderes Problem: Es macht nur halb so viel Spaß, wenn die Begleitung (da Chinesisch A-Kurs) im Kino nichts versteht – zumindest solange es sich nicht um einen intuitiven Film handelt. Tut es nicht. Dementsprechend fällt es mir, der zumindest etwas versteht, schwer, entspannt meine Chinesischkenntnisse zu trainieren (manche werden einwerfen: aber wann bist Du schon mal entspannt?). Ok, zu diesem Zweck bin ich schließlich auch nicht hergekommen. Also gehen wir, nach Hause – und das ist ja auch keine schlechte Sache…
Im Taxi kommt es dann zu einer unerwarteten Planänderung: Wie wäre es mit einer Fußmassage? Was soll man da sagen? Von Massageeinrichtungen jedweger Art habe ich mich bis dato zwar gezielt ferngehalten, einer Dame kann man den Wunsch nach Entspannung aber nicht ausschlagen. Und solange es nur die Füße sind… die Füße, ohoh… in welchem Zustand sind meine Füße?
Als wir ankommen, werde ich in diese Hinsicht entspannter. Es gibt eine Tür, durch die nur die Herren der Schöpfung gehen. Die Tür zur Dusche. Diese Tür bzw. das Drumherum geben mir allerdings gleichzeitig Anlass zu neuen Sorgen. Wo bin ich hier gelandet? Den Rest des Beitrags lesen »
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Crazy China, Harte Hunde |
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Verfasst von phil
November 14, 2007
Weil Ihr alle denkt, ich sei längst Alkoholiker (80% Saufgeschichten in magnolien) und weil die Leute, mit denen ich wohne, denken, ich sei ein ernster, bodenständiger Abstinenzler. Weil, ja weil… deshalb muss ich den folgenden Werbespruch jetzt und hier platzieren. Steht auf jeder Flasche. Und den Menschen, der ihn wiederum dort platziert hat, möchte ich gerne mal kennen lernen…
Laoshan Beer
Laoshan Beer is new, trendy and energetic.
Every gulp is a fresh feeling that brings a lot of excitement
and fun to every occasion you enjoy with friends.
Noch Fragen?
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träumereien |
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Verfasst von phil
November 14, 2007
Xingfu – Glück: Das Zeichen (幸福) hängt hier an jeder zweiten Haustür. Ja, aufhängen lässt sich ‘Glück’ eben leicht, geordnet darüber sprechen ist schon schwerer (zumal auf Chinesisch) und glücklich sein, ja glücklich sein…
Heute war in dieser Hinsicht kein leichter Tag. In 12 min vom Bett auf die Straße, an Bord zwei Probleme: 1.) Was soll ich Ihr schenken? 2.) Interkulturelle Probleme. Ob die Reihenfolge so stimmt, weiß ich allerdings nicht; ich weiß nur, dass beide Themenfelder sich mit dem mehr oder weniger animierenden Unterricht zu einem bunten Farbenspiel vermischt haben. Drum hübsch der Reihe nach.
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Brillen, Crazy China |
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Verfasst von phil
November 11, 2007
Bisher strotzt mein Blog nicht gerade vor Bildern. Das lag bis vor kurzem an meiner – euphemistisch gesprochen – unbequemen Internetsituation in der alten Wohnung und liegt generell daran, dass ich des Photographierens nicht wirklich mächtig bin. Trotzdem sollte hier ein kleines bisschen Farbe rein, auch wenn es noch lange nicht für Videos aus Indien wie bei Hendrik oder eine Bilderserie wie bei Action Jackson (China) reicht. Wenn Ihr Euch also von meiner Textwüste hier erholen müsst, dann schaut auf seinem Blog vorbei und werft einen Blick auf sein China…


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Bloggosphäre, Brillen, Crazy China |
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Verfasst von phil
November 9, 2007
Nachdenklich muss auch mal sein, habe ich mir gerade so gedacht. Heimgekommen von einer Qingdaoer Nacht; unterwegs gewesen mit Ralph, der das Ganze schon was länger macht. Viele Menschen gesehen: Eine hübsche Chinesin, die in „Jack’s Bar“ auf ihren Macker gewartet hat (unnötig zu sagen, wer nicht gekommen ist), deutsche Kollegen, die am undurchschaubaren zwischengeschlechtlichen Gebaren koreanischer Frauen schier verzweifeln, die krassen Russinnen aus meiner Schule (schnell weggesehen), jemanden, der mich irrigerweise als vorbildlichen Studenten bezeichnet hat, mich im Spiegel (…) und schließlich den treuen Hund, als wir auf der Flucht vor der Jazz Corner Bar nach Hause gekommen sind…
Jaja, viele Leute gesehen. Gesehen aber nicht durchschaut. So lässt sich mein erstes Viertel hier vielleicht in einen Satz packen. Dermaßen schnell vergeht die Zeit eben (auch in China). Und man hangelt sich irgendwie durch, geht mal mit einer Mongolin Den Rest des Beitrags lesen »
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Crazy China |
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Verfasst von phil
November 6, 2007
Nach all dem interkulturellen Kuddelmuddel sitzen Simon und ich erschöpft auf seinem Balkon in der Sonne. Uli ist arbeiten, Katrin mit ihrem Vater unterwegs, der die Tage im Wohnzimmer kampiert. M&B sind am Vortag bereits gen Qindao aufgebrochen, Philipp zieht es heute ebenfalls nach Hause. Aber Suzhou muss ich mir noch geben; ist schließlich mindestens so berühmt wie Hangzhou und liegt gerade nebenan. Und weil die Sonne gerade so lacht, gehen wir Simon eben noch schnell einen leichten Trekkingrucksack kaufen (12,50 Euro) und machen uns einfach beide auf den Weg zum Busbahnhof. Jaja, der Simon ist eben einer, der die Eier auch mal über die Maultaschen gießt, ohne sie vorher zu verrühren…
In Suzhou soll es ja einiges zu entdecken geben, habe ich gehört. Der Lonely Planet sagt, es handele sich u.a. um Den Rest des Beitrags lesen »
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Crazy China |
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Verfasst von phil
November 5, 2007
Shanghaier Tage vergehen im Flug. Schneller verschwindet nur das Geld. Da muss man dann einfach gleich noch das Ticket für den Edelzug nach Hangzhou (irgendwo zwischen Eurocity und ICE einzuordnen) kaufen und fühlt sich schon sehr weit weg vom Backpacker-Dasein… mit der Qingdaoer Reisegruppe ist es außerdem auch vorbei: Marian und Bernd halten sich an „Kicker“, seines Zeichens Jung-Unionloer aus dem Pott, Philipp zieht bei einem chinesischen Paar ein, das er noch von seiner Final-Fantasy-Karriere (Internet) kennt, während ich Simon, Ulo und Katrin aus Köln einen Besuch abstatte.
Hangzhou gilt als eine der Touristenstädte Chinas. Man ist stolz auf den berühmtesten (jede zweite Stadt hat einen) aller West Lakes; man pflegt seine Ufer, auf dass Bähnchen mit Disneymusik sie befahren können. Neben der Akustik kümmert man sich auch um den Geruchssinn und hat wohl sogar begonnen, die Abwässer der 6 Mio. Stadt woanders hin zu lenken… Es werden kleine Boote vermietet, die Steuermänner der größeren dazu angehalten, die kleinen nicht über den Haufen zu fahren. Und bei Geschäftsschluss schwärmt man mit dem Motorboot aus, um all die Chinesen einzusammeln, die zum ersten mal die Stäbchen gegen Stechpaddel getauscht haben und nun hilflos aber gutgelaunt auf dem See mit seinen hübschen Inseln herumtreiben…
Hangzhou, das ist außerdem der Anfang des Südens, liegt die Stadt doch rund 13 Busstunden südlich von Qingdao. Das sollte man am Wetter merken, das haben wir aber vor allem am Essen gemerkt. Geronnenes Entenblut, Schweinehirn mit Tofu und Rinderblutgefäße an saurer Soße – sowas steht daheim nur Sonntags auf dem Tisch. In Hangzhou reichen zwei Abendessen…
Bisher alles ganz schön – aber wo bleibt die interkulturelle Kompetenz?
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Verfasst von phil
November 1, 2007
Für Reisen ohne Ticket (->) sollte in den folgenden Tagen zuviel (volles Grippeprogramm) bzw. zu wenig (nachfolgende Zwischenprüfungen mit vorhergehenden 8h-Lernsessions) Raum sein.
Und dann ging alles plötzlich recht flott: Prüfungen vorbei, Marian&Bernds Umzug (Abschied mit 1 Mio. Jiaozi und 65%-Panzerbenzin aus der 2l-Plastikflasche), eigenen Umzug halb verschlafen, nebenbei (!) Busticket gekauft und schon findet man sich auf einer 180×40 cm Liege an Bord eines antiken Neoplan-Schlafbusses nach Den Rest des Beitrags lesen »
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Welcome, welcome... |
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Verfasst von phil