Ich habe einen Sonnenbrand. Die Waschmaschine hat gerade mein einziges weißes T-Shirt ruiniert. Ich werde gleich zu spät zu meiner Verabredung kommen. Es sieht ganz so aus, als habe die Zeit der Wiederholungen begonnen. 2.15 Uhr: „phil in Qingdao“ 1. Staffel (Wdh.)
Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass es so still geworden ist um mich. In magnolien. magnolien als Land ausschließlich nur des Fortschritts? Und wenn es Wachstum gibt, gibt es dann Inflation? Wird das wieder ein Sermon ohne Sinn und ohne Leser? Bin ich noch ganz dabei?
Wahrscheinlich nicht, denn die Zeit – und nicht die Gärung – treibt mich in die Ferne, während Bilder aus meinem Kopf sich auf den Weg zu meinen zehn Fingern machen: Meine Gastmutter, wie sie über einen etwaigen Umzug spricht; Stichworte: Nomadenneurose, Anlageform Immobilie in Zeiten hoher, zunehmender Inflation. Dann plötzlich meine Heimatstadt im Winter 2006. Ein Dienstag Nachmittag, ein fülliges Mädchen mit ausgewaschenen blaugefärbten Haaren, übergibt sich auf den Bürgersteig vor dem HL.
Es wird unschön. Zeit, sich zu verabschieden…
Verfasst von phil 