September 11, 2007
Stadtplanung wird in Qingdao gross geschrieben – zumindest, was den Strassenbau angeht. Wenn neue Strassen gebaut werden, dann 6-spurige (3 und 3), gerade Rennpisten mit Seitenstreifen. Noch kann von voller Auslastung in den Neubauvierteln keine Rede sein.
Entsprechend verwoehnt sind die Qingdaoer und entsprechend fahren sie: 100 km/h innerorts, auch mal gerne auf einer oder zwei Spuren der Gegenseite - wenn wieder jemand beim links Abbiegen ihren Run unterbricht. Reifen werden auf der Fahrspur gewechselt (so bei Marian geschehen)…
Dabei wird grundsaetzlich bestialisch unterturig gefahren und man wundert sich schon, wenn der Gastvater seinen Landwind im 5. Gang bei 1400 Umdrehungen den Berg hinauf kriechen laesst. Doch hat man sich daran erstmal gewoehnt, dann geniesst man die Aussicht, die man aus dem Kofferraum heraus hat, denn da sitzt man mitunter, wenn wir alle zur Uni muessen.
Abgefahren.
Abgefahren auch der Unterricht: Ich vermisse schmerzlich eine Mittelstufe zwischen B und C, versuche zu entziffern, was die Lehrerin anschreibt, prepariere Texte und kaempfe weiterhin mit den Stuehlen…
Abgefahren ist der Zug aber noch nicht. Intensiv gelernt wird hoffentlich am Wochende… denn jetzt geht’s erstmal mit Christian, dem ersten Gast aus Deutschland hier, an den Strand.
Baden im September. Abgefahren.
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Verfasst von phil
August 10, 2007
Ja. Guten Morgen. Zurück in Südbaden. Zeit für ein Lebenszeichen. Zeit für eine dieser generellen Ansagen. Der Bedarf besteht. Fühlt sich Müllheim (ja zwei lll) so an?
Irgendwie schon. Aus irgendeinem Grund blute ich außerdem am linken Daumen. Wieso? …? Aber zumindest weiß ich, warum er Nagel am rechten Ringfinger abgerissen ist: Hab’ dem Nik halt ein Centstück ins Ohr gesteckt.
Moment. Jetzt reißt die Verbindung immer wieder ab.
Es muss jemanden geben, der mich davon abhalten will, meine derzeitige Kondition im Netz zu dokumentieren.
Sorry. War kurz Wasser holen +++
Eigentlich eine gute Gelegenheit zu erzählen, da ein runder Tag in der Heimat.
9.30 Uhr: Mit Omas Kuchen und Muttergespräch den Tag begonnen. Frankfurter Rundschau, geräumt im Keller (Kinderbücher gelesen, Staub gesaugt). Besorgungen (auch Metzger), an Schwesterchens Leben teilgenommen. Später von Schwesterchen gelernt, dass der Singular von Taliban Talib lautet (!).
Laufschuhe geschnürt, Knie beschworen, auf dem Militärübungsplatz die Hügel hoch und runter gerannt (kein Regen, Soldat ausgewichen), Nahrungszubereitung, gutgelaunter Vater durch Mutter von der Arbeit abgeholt. Gutes Mal inkl. erstem Bier. Beinahe – wie immer – in animierenden Gesprächen hängen geblieben.
Doch rauf auf’s Rad (des Vaters gutes Siebengang- Narbenschaltungsvehikel) entlang der unnatürlich hohen Maisfelder, durch die genfreie Region halt, nach Müllheim in mediterrane Kneipe.
Zeitgenossen vom Besten, Runde vom Besten auf dem halbgeschlossenen Balkon über dem schwangeren Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von phil
Juli 28, 2007
Jeden Morgen, wenn Hilda M. aus H. aufwacht, ist da wieder dieses fiese Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt mit der Welt. Die Krux ist allerdings, dass sie die Ursache – ja nicht einmal das eigentliche Problem – weder beim Aufziehen der Gardinen noch im Bad, weder im Kaffeesatz noch im Kölner Stadtanzeiger finden kann.Doch Hilda M. aus H. ist kein Mensch, der so etwas auf sich sitzen lassen würde. Sie hat sich den Dingen immer gestellt. Und als Mitglied der Kreise, die diese Republik einst aufgebaut haben, wird sie einen Teufel tun und mit dem Älterwerden verraten, wofür sie immer schon gelebt hat.
So bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihren Pudel vorzuspannen, und vor die Tür zu gehen, um die Probleme zu suchen und sie zu bekämpfen. Tag für Tag.
(Bei Interesse zu besichtigen in Hürth-Efferen/Rondorfer Straße oder in jeder anderen deutschen Vorstadt)
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Verfasst von phil