Mit meiner kleinen Schwester gehe ich die Petersburger Straße hinunter zum Frankfurter Tor. Halte ihre Hand und in der anderen ein Glas Sternburger Export. Familie. Und während ihre Geburtstagsparty anderorts weitergeht, frage ich mich, wie das wäre, wenn wir wieder immer Den Rest des Beitrags lesen »
wenn man an der uni köln studiert II
Juli 27, 2008… doch dann:
Lieber Her P*****,
inzwischen ist ******* aus ****** Urlaub zurückgekehrt: Sie können an dem Seminar „******“ mittwochs noch teilnehmen.
Beste Grüße
*****
Wenn man an der Uni Köln studiert, geschehen noch Wunder.
zeit sich zu verabschieden II
Juli 2, 2008Es war mal wieder so weit: Ich war zum Tod verurteilt worden, in einem großen Land. Warum genau, das weiß ich nicht mehr so genau, da ich zwischen dem damals und dem jetzt gestorben und aufgewacht bin, Pizza und chinesische Tortilla gefrühstückt und einen Mittagsschlaf direkt nach dem Frühstück gehalten habe.
Aber was bringt endgültiger ins Leben zurück als ein Dallmayr Prodomo, der so stark ist, dass man ihn mit heißem Wasser verdünnen muss? Ich werde es nie zum Kaffeekocher bringen. Genauso wenig zu einem stringenten Schreibstil. Also…
Ich bin mal wieder zum Tode verurteilt worden, in einem großen Land. Ich habe Den Rest des Beitrags lesen »
aus aktuellem anlass
Mai 15, 2008Obwohl auf Reise mit meinen Eltern, halte ich mich doch nach wie vor in Ostchina auf – habe es auch getan, als die Erde im Westen des Landes gebebt hat: bin verschont worden. Andere nicht und wer ihnen helfen möchte, der kann sich der folgenden Hinweise bedienen (danke Li):
alles relativ
März 2, 2008Zeit ist relativ, bis zu einem gewissen Grad; und das, obwohl der Tod ihr eine starke Position einräumt. Von wegen lang oder kurz. Denkt der Mensch nicht vielmehr in richtig oder falsch, angemessen oder unangemessen, in Vergleichen – auch und gerade dann, wenn es darum geht, ob er sich aufregt? Wenn ich am frühen Abend des 16.1 am einen Ende Chinas in einen Zug hechte, um am späten Abend des 19.1 am anderen Ende in einem kleinen Dorf in ein Bett zu kriechen, über dem chinesische Popstars an der Wand hängen – was ist das dann?
Es lässt sich an solchen Stellen wunderbar über stunden lamentieren, aber in Bezug auf jemanden, der in keiner westlichen Deadlinemaschine hängt, muss man feststellen: Das ist angemessen, das ist – konsequent gesprochen – sogar richtig!
Noch hänge ich in keiner Deadlinemaschine. Wer mich kennt, kennt aber den Strukturneurotiker in mir (wahlweise mich im Strukturneurotiker). Und so war der einzige Punkt, an dem ich mich aufgeregt habe, der, Den Rest des Beitrags lesen »
wochenschau
November 24, 2007Es ist Samstag 23.07 Uhr. Ich habe gerade gewaschen und meine Aristokratenhände sind vom Auswringen der Wäsche gezeichnet (wenn man eine Waschmaschine für 99,99 Euro benutzt, kann es schonmal zu Unannehmlichkeiten dieser Art kommen). Während Philipp und Ralph sich mit ihren Landsmannschaften (bei Philipp geht es allerdings um die Koreanerin, die auch noch dabei ist) herumtreiben, mache ich einen auf Chinesen und hänge alleine am Rechner.
Samstagabende verbringt man schnell mal zu Hause, in Qingdao. Denn, wenn man nicht gerade in Massagesalons geschleift wird, ist es durchaus physiologisch, den Samstag zum Aufräumen zu nutzen. Samstag wird nachgeschlafen, was am Freitag an Schlaf drangegeben wurde, Samstag wird leider auch oft der Ernüchterung ob der Möglichkeiten des Freitagabends Rechnung getragen. Samstag wird – mit Glück – ein bisschen darüber reflektiert, wie man die Woche vertan hat, Samstag hat man zu wenig Energie, um zu überspielen, dass das das Leben ist. Mein Leben.
Geschlafen habe ich bis 16.00 Uhr, die Tatsache, dass das mein Leben ist, überspiele ich gerade mit einem Krug mit kühlem Bier, der Clifford Gilberto Rhythm Combination und einem redundanten Blog-Eintrag; aber was ist mit der Woche und dem Freitag Abend?
Nun, diese Woche hat definitiv nicht dem Zeichenerwerb gehört, nicht den Hausaufgaben, nicht der Disziplin; diese Woche hat vielmehr dem Den Rest des Beitrags lesen »
die sache mit der interkulturellen kompetenz
November 5, 2007Shanghaier Tage vergehen im Flug. Schneller verschwindet nur das Geld. Da muss man dann einfach gleich noch das Ticket für den Edelzug nach Hangzhou (irgendwo zwischen Eurocity und ICE einzuordnen) kaufen und fühlt sich schon sehr weit weg vom Backpacker-Dasein… mit der Qingdaoer Reisegruppe ist es außerdem auch vorbei: Marian und Bernd halten sich an „Kicker“, seines Zeichens Jung-Unionloer aus dem Pott, Philipp zieht bei einem chinesischen Paar ein, das er noch von seiner Final-Fantasy-Karriere (Internet) kennt, während ich Simon, Ulo und Katrin aus Köln einen Besuch abstatte.
Hangzhou gilt als eine der Touristenstädte Chinas. Man ist stolz auf den berühmtesten (jede zweite Stadt hat einen) aller West Lakes; man pflegt seine Ufer, auf dass Bähnchen mit Disneymusik sie befahren können. Neben der Akustik kümmert man sich auch um den Geruchssinn und hat wohl sogar begonnen, die Abwässer der 6 Mio. Stadt woanders hin zu lenken… Es werden kleine Boote vermietet, die Steuermänner der größeren dazu angehalten, die kleinen nicht über den Haufen zu fahren. Und bei Geschäftsschluss schwärmt man mit dem Motorboot aus, um all die Chinesen einzusammeln, die zum ersten mal die Stäbchen gegen Stechpaddel getauscht haben und nun hilflos aber gutgelaunt auf dem See mit seinen hübschen Inseln herumtreiben…
Hangzhou, das ist außerdem der Anfang des Südens, liegt die Stadt doch rund 13 Busstunden südlich von Qingdao. Das sollte man am Wetter merken, das haben wir aber vor allem am Essen gemerkt. Geronnenes Entenblut, Schweinehirn mit Tofu und Rinderblutgefäße an saurer Soße – sowas steht daheim nur Sonntags auf dem Tisch. In Hangzhou reichen zwei Abendessen…
Bisher alles ganz schön – aber wo bleibt die interkulturelle Kompetenz?
Verfasst von phil
Verfasst von phil
Verfasst von phil 